Energie, Telekommunikation, Wirtschaft & mehr | Nachrichten aus den Niederlanden

Die Internetpreise steigen, die Gewinne nicht

Die vier größten Internetanbieter der Niederlande - Ziggo, KPN, T-Mobile und Delta - haben seit Anfang 2023 erhebliche Preiserhöhungen angekündigt oder umgesetzt. Doch trotz dieser Preiserhöhungen sind die Gewinne der Anbieter nicht gestiegen, berichtet NU.nl heute.

Experten zufolge sind die Kosten der ISPs, wie z. B. Energie- und Personalkosten, sogar noch schneller gestiegen und haben ihre Gewinne geschmälert. Der Telekommunikationsanalyst Tim Poulus von Telecompaper weist darauf hin, dass zum Beispiel KPN seine Preise um denselben Prozentsatz anhebt wie die Gehälter der Mitarbeiter.

Der Verbraucherverband Consumentenbond hat keine Anzeichen für unangemessene Preiserhöhungen der Internetanbieter gesehen. Babs van der Staak, Sprecherin des Verbraucherverbands, rät den Kunden jedoch, ihre Abonnements kritisch zu prüfen und eventuell zu einem anderen Anbieter zu wechseln, um bessere Preise zu erhalten.

Quellen:
[1] NU.nl, "Ons internet wordt steeds duurder, maar providers maken geen cent extra wins", https://www.nu.nl/tech/6266839/ons-internet-wordt-steeds-duurder-maar-providers-maken-geen-cent-extra-winst.html, aufgerufen am 7. Juni 2023.
 

Weitere Nachrichten

Erhalt der Salderungsregelung sichert Zukunft der Solaranlagen

Die umstrittene Salderungsregelung für Solaranlagen, ein zentrales Element zur Förderung erneuerbarer Energien, bleibt in den kommenden Jahren bestehen. Trotz der Pläne des demissionären Kabinetts zur Abschaffung dieser Regelung hat die Senatsfraktion von GroenLinks-PvdA, mit entscheidender Mehrheit, sich gegen die Änderungen gestellt. Dies markiert einen signifikanten Sieg für Besitzer von Solaranlagen und setzt ein starkes Zeichen für die Unterstützung erneuerbarer Energien.

Ungekannter Anstieg der Krankenkassenbeiträge: DSW schlägt Alarm bezüglich der Zugänglichkeit

DSW, eine prominente Krankenkasse in den Niederlanden, hat einen ungekannten Anstieg der Krankenkassenbeiträge angekündigt, der 2024 €149 pro Monat betragen wird. Diese Erhöhung von €11,50 pro Monat ist die größte seit der Einführung des Gesetzes über Krankenversicherungen im Jahr 2006. Diese Entwicklung hat Alarmglocken in Bezug auf die Zugänglichkeit und Bezahlbarkeit der Gesundheitsversorgung in den Niederlanden läuten lassen.

Niederländische Erdgasreserven könnten innerhalb von 9 Jahren erschöpft sein

2022 bemerkte die Niederlande einen deutlichen Rückgang der förderbaren Erdgasreserven, hauptsächlich aufgrund der abnehmenden Förderrate des Groningenveldes. Gleichzeitig stiegen die Gaspreise stark an, was den Wert der Reserven auf 71 Milliarden Euro erhöhte, im Vergleich zu nur 16 Milliarden Euro im Vorjahr.