Energie, Telekommunikation, Wirtschaft & mehr | Nachrichten aus den Niederlanden

Energiepreise sinken: Essent und Vattenfall passen Tarife an

Ab dem 1. Oktober profitieren Kunden von Essent und Vattenfall von niedrigeren Energiepreisen. Essent hat angekündigt, dass der Tarif für Strom auf €0,39042/kWh und für Gas auf €1,32713/m3 gesenkt wird. Dies gilt für alle 1,2 Millionen Haushalte mit einem variablen Energievertrag. Kunden mit einem durchschnittlichen Verbrauch können dadurch jährlich 118 Euro einsparen.

Vattenfall folgt diesem Trend mit einer Senkung der Tarife für Strom auf €0,3463/kWh und für Gas auf €1,2975/m3. Bemerkenswert ist, dass Vattenfall die festen Lieferkosten für Strom erhöht, wodurch Kunden monatlich €3 mehr zahlen, während die festen Kosten für Gas um €1 pro Monat gesenkt werden.

Beide Energieunternehmen betonen die Unsicherheit des Energiemarktes. Obwohl die Preise drei Quartale in Folge gefallen sind, ist die zukünftige Entwicklung des Energiemarktes in den Wintermonaten ungewiss. Dies liegt unter anderem an steigenden Einkaufspreisen auf dem Gasmarkt und globalen Entwicklungen.

Essent unterstreicht auch die Bedeutung der Energieeinsparung und rät Kunden, in LED-Lampen und Zugluftstopper zu investieren. Mit Hilfe von Subventionen können Kunden auch in Dämmung investieren.

Weitere Nachrichten

Erhalt der Salderungsregelung sichert Zukunft der Solaranlagen

Die umstrittene Salderungsregelung für Solaranlagen, ein zentrales Element zur Förderung erneuerbarer Energien, bleibt in den kommenden Jahren bestehen. Trotz der Pläne des demissionären Kabinetts zur Abschaffung dieser Regelung hat die Senatsfraktion von GroenLinks-PvdA, mit entscheidender Mehrheit, sich gegen die Änderungen gestellt. Dies markiert einen signifikanten Sieg für Besitzer von Solaranlagen und setzt ein starkes Zeichen für die Unterstützung erneuerbarer Energien.

Ungekannter Anstieg der Krankenkassenbeiträge: DSW schlägt Alarm bezüglich der Zugänglichkeit

DSW, eine prominente Krankenkasse in den Niederlanden, hat einen ungekannten Anstieg der Krankenkassenbeiträge angekündigt, der 2024 €149 pro Monat betragen wird. Diese Erhöhung von €11,50 pro Monat ist die größte seit der Einführung des Gesetzes über Krankenversicherungen im Jahr 2006. Diese Entwicklung hat Alarmglocken in Bezug auf die Zugänglichkeit und Bezahlbarkeit der Gesundheitsversorgung in den Niederlanden läuten lassen.

Niederländische Erdgasreserven könnten innerhalb von 9 Jahren erschöpft sein

2022 bemerkte die Niederlande einen deutlichen Rückgang der förderbaren Erdgasreserven, hauptsächlich aufgrund der abnehmenden Förderrate des Groningenveldes. Gleichzeitig stiegen die Gaspreise stark an, was den Wert der Reserven auf 71 Milliarden Euro erhöhte, im Vergleich zu nur 16 Milliarden Euro im Vorjahr.