Energie, Telekommunikation, Wirtschaft & mehr | Nachrichten aus den Niederlanden

Wechsel zu einem Festpreis-Energievertrag kann Hunderte von Euro sparen

Seit dem 1. Juni haben Verbraucher wieder mehr Auswahlmöglichkeiten, wenn es um ihren Energievertrag geht. Aufgrund der aktuellen Marktsituation werden verschiedene Verträge mit festen Preisen für längere Zeit angeboten. Wer derzeit variable Preise zahlt, kann dadurch erheblich sparen, wie eine Studie des Vastelastenbond zeigt.

Für Kunden mit variablem Vertrag bei Energieversorgern wie United Consumers, Vattenfall oder Eneco kann ein Wechsel zu einem Festpreis-Stromvertrag eine durchschnittliche jährliche Ersparnis von 524 € ergeben. In einigen Fällen kann diese Ersparnis sogar auf 774 € steigen.

Die Preisobergrenze, die noch bis Ende dieses Jahres in Kraft ist, bietet zusätzlichen Schutz. Etwa 40% der Haushalte verbrauchen jedoch mehr Gas und/oder Strom als die Menge, für die eine Preisobergrenze gilt. Sie können nun von Tarifen profitieren, die unter dem Maximum der Preisobergrenze liegen.

Laut Dirk-Jan Wolfert, Geschäftsführer des Vastelastenbond, war die durchschnittliche Ersparnis bei einem Wechsel von variabel zu fest noch nie so hoch. Es kann Hunderte von Euro Vorteil bringen. Er rät Verbrauchern, ihre Wahl sorgfältig zu treffen, da der niedrigste Preis auf dem Energiemarkt nicht immer der beste ist. "Es ist klug, die finanzielle Gesundheit eines Energieunternehmens zu überprüfen", sagt Wolfert.

Quellen:
[1] VLB, "Persbericht: Vast energiecontract tot 774 euro goedkoper dan variabel energiecontract", https://www.vastelastenbond.nl/blog/persbericht-vast-energiecontract-tot-774-euro-goedkoper-dan-variabel-energiecontract/, aufgerufen am 22. Juni 2023.
 

Weitere Nachrichten

Gaspreise explodieren, Sicherheit wird rar

Energiepreise unter massivem Druck: Nach den Angriffen der USA und Israels auf Iran sowie iranischen Gegenmaßnahmen gerät der europäische Gasmarkt stark in Bewegung. Die Situation rund um die Straße von Hormus sorgt für erhebliche Verwerfungen im internationalen LNG Handel. In den Niederlanden reagieren Energieanbieter mit Einschränkungen bei Festverträgen, kürzen Boni und passen ihre Angebote kurzfristig an. Gleichzeitig steigt die Nachfrage nach Preisgarantien deutlich. Für Verbraucher bedeutet das bereits jetzt spürbar höhere Kosten.

Niederlande streichen Salderingsregelung: Photovoltaikbranche in Aufruhr

Die angekündigte Abschaffung der Salderingsregelung zum 1. Januar 2027 in den Niederlanden hat für erhebliche Aufregung in der Photovoltaikbranche gesorgt. Hersteller und Installateure von Solaranlagen sehen ihre Geschäftsmodelle bedroht, während Befürworter der Entscheidung auf eine dringend notwendige Entlastung des Stromnetzes hoffen. Dieser Artikel beleuchtet die Hintergründe der Salderingsregelung, die Konsequenzen ihrer Abschaffung und die zukünftigen Perspektiven für die Solarenergie in den Niederlanden.